Wolfsburg, 22.10.2009

Eybl Kategoriesieger beim niederösterreichischen Innovationspreis 2009


Die in Krems ansässige Eybl Development GmbH geht mit dem Projekt -Virtual Design Process-als Sieger der Kategorie Organisations- und Marketinginnovationen hervor. Zusätzliche Nominierung für den Innovations-Staatspreis 2010.

Die Entwicklung von Textilen ist nach herkömmlichen Verfahren höchst material- und zeitaufwendig. Mit bis zu zwei Jahren Entwicklungszeit ist mitunter zu rechnen, bis ein Textil den Designwünschen sowie den technischen und haptischen Erfordernissen entspricht, die Kunden von einem neuen Textil erwarten. Eybl hat im Rahmen des Projekts „Virtual Design Process″ (VDP) die Entwicklungs- und Darstellungsmöglichkeiten von Textilien auf virtueller Ebene entwickelt. Diese Möglichkeit, den Design-Entwicklungsprozess in eine dreidimensionale Visualisierung zu verlagern, wurde nun mit dem „Karl Ritter von Ghega-Preis″, dem Niederösterreichischen Innovationspreis 2009, in der Kategorie Organisations- und Marketinginnovationen  ausgezeichnet.

Die Software VDP wurde von der Eybl Development GmbH, einer Tochtergesellschaft der Eybl Austria GmbH in Zusammenarbeit mit dem Wiener Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung (VRVIS) entwickelt. Sie dient nun der visualisierten Darstellung von automotiven Interieurkomponenten, Sitzbezügen und kompletten Cockpits. Das Programm stellt nicht nur die Trägergeometrie dar, sondern bildet das Textil dreidimensional ab. Das bedeutet, dass alle Reflexionen, Schatten und Tiefeneffekte genützt werden können, um ein photorealistisches Bild zu generieren.

Die Visualisierung des Textils ermöglicht es, per Mausklick in Sekundenschnelle Farben, Designs, Nähte und Schnittbilder anzupassen und zu verändern. Verschiedenste Designs können dem Kunden präsentiert werden, ohne jegliche Aufwendung von Material, Maschinenleistung oder Produktionskosten. Das Einsparungspotential bei den Entwicklungskosten ist im Vergleich zum bisherigen Entwicklungsverfahren dementsprechend groß.

Darüber hinaus sieht Eybl-Aufsichtsratvorsitzender Karl-Heinz Bierenbreier noch viele weitere Vorteile in der Anwendung des VDP: „Die dreidimensionale und farbechte Darstellung von Textilen und Leder im virtuellen Raum in Echtzeit ist einzigartig. Auch die Nahtbildsimulation, wodurch eine stufenlose Veränderung von Nähten, Stichlängen und Fadenfarben möglich ist, sowie die Beschleunigung des Designzyklus und die erhebliche Zeitersparnis überzeugten bereits namhafte Kunden der Automobilindustrie. Viele Designentscheidungen werden heute bereits auf Basis von VDP getroffen.″

Dazu zählt zum Beispiel die Entscheidung über die Nahtposition der Zierblende im BMW Z4, ein Roadster des deutschen Automobilherstellers BMW. Bei BMW im deutschen Dingolfing ist mittlerweile auch eine Lizenz im Einsatz. Dort erarbeiten Kollegen tagtäglich Visualisierungen für die automobile Innenausstattung mit Hilfe der Eybl-Software.

Für Designpräsentationen wurden auch schon Sitzbezüge der Automobilhersteller BMW, VW, Audi, Daimler, Volvo, Ford und Seat dargestellt.

Die Innovation wurde bei der Gala am Abend des 21. Oktober 2009 in St. Pölten von der niederösterreichischen Wirtschaftskammerpräsidentin KommR Sonja Zwazl und Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav entsprechend gewürdigt. Der Sponsoringpreis der Wiener Städtischen Versicherung in Höhe von Euro 1.500,- wird in die Weiterentwicklung der Software investiert. Zusätzlich ist Eybl eines von drei niederösterreichischen Unternehmen, das für den Innovations-Staatspreis 2010 nominiert wurde.

Als eines der innovativsten Unternehmen Niederösterreichs öffnet Eybl am Samstag, den 7. November 2009, bei der Langen Nacht der Forschung allen forschungsinteressierten Besuchern Tür und Tor und präsentiert aktuelle Forschungs- und Innovationsprojekte. Nähere Informationen stehen auf der Website www.langenachtderforschung.at zur Verfügung.


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